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... und da warens nur noch 4

Turnierbericht "Reigah Toeanaui" Den Haag 21. Februar 2004 von Jan

Spieler:

Uta Brede
Ralph Cahn
Jan Carmanns
Claudia Schmidt

Ergebnis:

1. und 2. Platz (Trophäe)

Ein typisches UWH Wochenende
Und ich kann wieder einmal nicht ausdrücken, warum ich so gerne Unterwasserhockey spiele. Ich weiss nur, das es so ist. Mein Auto ist in drei Tagen mal wieder kaum zum stehen gekommen, ich spüre in sämtlichen Knochen, dass ich unterwegs war und ich bin sehr zufrieden - es war halt ein typisches Unterwasserhockey Wochenende. Dabei erschien das ganze Unternehmen undurchführbar, aber dazu gleich.

Für Skat zuviel - für UWH zu wenig
Freitag Abend ging es los - im Gepäck "Heuschrecke" Uta und den "Ralphaelo" Ralph aus München. Die Liste von Zusagen und halben Versprechungen war zunächst ordentlich und akzeptabel, aber mit dem Näherrücken des Termins, war die puckhungrige Truppe dann doch schliesslich deutlichst dezimiert und selbst der klägliche Rest von 4 Unverdrossenen war zur Hälfte von Erkältung und Halsschmerzen heimgesucht und eigentlich alles andere als kampfbereit.

Hilfe suchend wand ich mich an die Turnierleitung und quasi in letzer Sekunde kam die Rettung aus Holland: "Dear Jan, in contact with Nicolette we have aranged a couple of extra players for your team so you can play as planned." Da war alles klar - wären uns plötzlich beide Arme und Beine abgefallen, dann hätten wir den Schläger zwischen die Zähne genommen und mit den Ohren gepaddelt, um zu spielen. Es ist wirklich der Wille, der zählt und ich muss sagen, man wird beim Unterwasserhockey für den Einsatz belohnt. Gerade diese Turniere, für die man richtig viel auf sich nimmt und investiert, die haben etwas besonderes und bleiben lange in sehr guter Erinnerung. Das habe ich schon so oft festgestellt und diesmal war es nicht anders.

Juchu - die Tour beginnt!
Das erste Etappenziel war meine Heimatstadt Krefeld - hervorragende Zwischenstation für Reisen in Benelux Länder, gute Küche und bequeme Betten warteten dort auf das ganze Team. So wurde der Abend mit gutem Wein begossen und erstmal ausgiebig geschlafen. Am Samstag Vormittag wurde nochmal Hand (und Säge) an die Schläger gelegt und mittags wurde die Gruppe komplett, denn Claudia aus Lüneburg kam mit der Bahn (pünktlich!) am Krefelder Bahnhof an. Nun wurden beim Mittagessen erstmal die Kraftreserven ordentlich mit Lasagne gefüllt und dann ging es los.

Nach einem kleinen unfreiwilligen Rundkurs durch Krefeld, verursacht durch eine, wegen Hausband gesperrten Straße, kamen wir dem holländischen Küstenstädtchen unaufhaltsam näher. Dort angelangt ließ uns die Internet-Routenbeschreibung jäh Stich - als hätte eine höhere Macht unser Vorhaben am Ende doch noch verhindern wollen. Nachdem wir den Answeisungen der Beschreibung nicht mehr folgen konnten und die Strassennamen immer obskurer wurden, verriet unser Gespür uns den Fehler und unser Instinkt führte uns dann schließlich doch noch zum Ort des Geschehens.

Auf ins Gefecht
Es war 18 Uhr. Natürlich hatten die Verzögerung dazu geführt, dass wir das Bad betraten, als das erste Spiel begann. Alle Turnierspieler, denen bereits einmal (oder mehrmals) das gleiche peinliche Schicksal wiederfahren ist, wissen natürlich, das die Wahrscheinlichkeit, bei dieser Situation auf dem Spielplan an erster Stelle zu stehen, bei 99,9 % liegt. Auch dieses Turnier fiel nicht unter die 0,1 %. Kaum über die Situation informiert, kam beim Hinweis auf die Anzahl von nur vier Spielern nur die Antwort, dass der Gegner auch nur mit vier Spieler gekommen sein. (Anm. erst ab einer Mindestzahl von sechs Spielern gilt eine Mannschaft als spielfähig). Darüber amüsiert sprangen wir vier Pucketiere ins Wasser - einer für alle, alle für einen. Wie gut, dass unser Gegner nicht auf unsere unkonvetionelle Art eingestellt war. Schnell gingen wir mit zwei Toren in Führung. Obwohl uns kein Wechselfehler unterlief und wir kräftig weiter kämpften, verloren wir das Spiel dann unerklärlicherweise doch noch.

Nach dem Spiel konnte erstmal die Zeit genutzt werden, um das weitere Vorgehen zu planen. Unser Vorschlag, mit der anderen 4er Mannschaft zusammen zu spielen wurde abgeleht, weil die Spielpaarungen für 6 Mannschaften festlagen und es eine andere Mannschaft gab, die zumindest uns noch Spieler abgeben konnte. Da der anderen 4er Mannschaft aber damit auch nicht geholfen war, haben wir mit denen kurzerhand trotzdem eine Mannschaft gebildet. Da waren es wieder 8. Natürlich waren hatten wir nun auch doppelt so viele Spiele - praktischerweise immer hintereinander. Man brauchte als nicht so oft aus dem Becken klettern.

Doppelt so viele Spieler und Spiele bedeuteten auch doppelt so viel Spaß. Nach den ersten zwei Spielen wurde die Taktik beratschlagt und die Spiel-Formation neu festgelegt. Ab da an waren wir unschlagbar. Auch wenn wir ein paar Gegentore hinnehmen mussten, wir hatten immer noch einen nachzulegen und ergänzten uns so gut, dass selbst Teams mit voller Wechselbank uns nichts entgegen setzen konnten. Die Motivation stieg bei jedem Spiel (und Sieg). Die Besprechungen in Deutsch-Holländisch-Englisch optimierten den Ablauf und es gelangen schöne Spielzüge mit Tricks und Flicks. Die Spiele vergingen wie im Flug, nur in den Spielpausen merkte man die müden geschundenen Knochen, aber die Pausen waren ja nur kurz und kaum war man wieder im Wasser vergaß man alles, da zählte nur das Spiel. Genau beim Schluß des letzten Spiels waren meine Beine am Ende. Nicht ein Flossenschlag wär mir noch gelungen, ohne das meine Muskeln hoffnungslos ihren Dienst verweigern. Aber es war ja nun vollbracht und es hatte sich wirklich gelohnt.

Geselliger Ausklang und die Ehre der doppelten Sieger
Bei der Gemeinschaftdusche wurde sich gegenseitig beglückwünscht und alte Freundschaften und Kontakte gepflegt. Die obligatorische Party stand an. Eine Fahrkolonne wurde gebildet und schlängelte sich durch das nächtliche Den Haag, dem etwas entfernt gelegen Vereinsheim entgegen. Typisch holländische Rosinenbrötchen und weiche Brötchen mit Würstchen oder belegt mit Wurst und Käse gab es, sowie natürlich Getränke an der Theke der gemütlich ausgebauten kleinen Behausung. Diese stammte aus dem 2. Weltkrieg vom Bau der V1 und V2, mit 1 Meter dicker Betondecke und so dicken Wänden, dass man aussen nichts von der Musik des DJ's hörte, der auf seine 2 Plattenspielern holländische Hits zum besten gab.

Was wäre ein Turnier ohne Siegerehrung? Wir waren so fleissig, dass wir uns den 1. und 2. Platz punktgleich teilten. Nur das Torverhältnis war bei unseren Freunden aus Hilversum etwas besser. So überließen wir ihnen gerne die Trophäe des Siegers der 6 B-Gruppen Mannschaften und nahmen gerne die des 2. Platzes. Im Turnier guckte keiner darauf, als welches Team denn nun gespielt wird und so freuten wir uns auch zusammen als eine Mannschaft über die zwei eingeheimsten Preise.

Der Heimweg stand uns noch bevor und wir feierten noch bis Mitternacht, um dann zu dritt wieder heimwärts nach Krefeld zu rollen. Ralph blieb in Holland und der Rest des Quartetts nahmen zum Ausklang der Tour nochmal einen kleinen Umweg, aber schließlich fielen wir dann endlich glücklich und geschafft Sonntag, halb drei, in die Federn.

Nun, denn bis zum nächsten Mal - vielleicht auch mit DIR?



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