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Turnierbericht "Reigah Toeanaui" Den Haag 21. Februar 2004 von Ralph Cahn

Wir sind noch am Freitag abend nach Krefeld gefahren, nachdem ich zuvor die Stadt Giessen ausgiebig besichtigt hatte und haben dort im Hause von Jans Eltern uebernachtet. Utas Erkaeltung war leider durch das Training wieder etwas schlimmer geworden. Nachdem wir Claudia Samstagmittag noch vom Bahnhof abgeholt und ein gruendliches Essen (Lasagne alla Uta) zu uns genommen hatten, ging es nach Westen. Von unseren urspruenglich sieben Spielern waren gerade mal vier uebrig. Auf dem Weg zur Autobahn kam uns dann auch noch ein Feuerwehreinsatz in die Quere und in Den Haag ein Fehler in der Wegbeschreibung zum Turnier: sie hatten rechts und links verwechselt. So kamen wir fertig umgezogen puenktlich fuenf Minuten nach Beginn des ersten Spieles in die Schwimmhalle. Kommt das irgendjemandem bekannt vor? Muss ich erwaehnen, dass das erste Spiel Hilversum gegen Deutschland sein sollte? Also ohne Einschwimmen und Eintauchen ins Wasser. Vier gegen vier. Ich habe waehrend des ganzen Spiels vergeblich versucht die Nasenklemme von meiner Badehose abzukriegen, habe statt dessen aber lieber meinen Zahnschutz verschluckt und meine Lungen geflutet. Dennoch habe ich einen Durchmarsch geschafft und wir lagen 2:0 in Fuehrung. Den Dritten Torversuch hat man mir zweimal von der Rinne gefischt und dann ging es mit mir und mit uns bergab. Wir haben 6:2 verloren und ich hab noch die naechste Stunde gebraucht um das Wasser wieder auszuhusten. Waeren wir eingeschwommen gewesen, waere dieses Spiel vielleicht anders ausgegangen. Zumindest haben wir beschlossen mit den Hilversumern, alles alte Verteidiger vom Schlage Victors und ein schneller Stuermer, zu fusionieren. Somit hatten wir fortan zwei Auswechselspieler aber auch ein Problem: wir mussten alle Spiele absolvieren, die von Hilversum und unsere. Also statt zehn Minuten Spiel 20 bis 30 Minuten Pause, 10 bis 20 Minuten Pause und 20 Minuten Spiel. Gegen Piranha, das Team aus Enschede haben wir knapp mit 4:3 verloren. Um ein Haar haette ich dabei unseren Wanderpokal geholt. Ich hatte im Anstoss gegen den Captain von Piranha den Puck geholt und unter ihm durchgeschossen. Im Wenden hat er mir die Maske abgestreift und den Ellenbogen auf das solchermassen freigelegte Auge gehauen. Ich hab eine Beule dort, aber es ist nicht blau angelaufen; zaehlt also nicht. Das Team von Njord haben wir mit 6:3 heimgeschickt. Jan und Steven haben dabei einen Penalty eiskalt verwandelt. In der folgenden Pause haben wir Team und Taktik umgeschichtet. Statt unserer ueblichen 3 3 Aufstellung haben wir uns entschieden eine 2 1 2 1 Aufstellung auszuprobieren und die beiden Auswechselspieler auf die Sturmspitzen zu verwenden. So hatten wir zwei Sturmspitzenteams, Claudia und Steven, sowie Uta und mich, die im Wechsel das Glueck herbeikaempfen mussten. Dahinter kam Jan und dann die drei restlichen Hilversumer. Gegen Baracuda 2 - das ist der Gastgeberclub aus Den Hague, zu welchem auch Victor gehoert - haben wir uns mit einem 3:1 Sieg in diese fuer uns neue deutlich offensivere Aufstellung eingespielt, bevor wir Piranha mit 6:1 die rabiate Spielweise heimzahlen durften. Ich habe in der Partie allein 3 Tore geschossen und auch sonst war meine Ausbeute nicht schlecht. Allerdings waren da eine ganze Reihe Abstauber dabei, von Jan und Uta herbeigekaempft und von mir in die Rinne expediert. Auch weiss ich nicht wieviele Chancen von Piranha Jan alleine zunichte gemacht hat, es waren ettliche. Zehn Minuten spaeter mussten wir uns mit dem Team 2 von Amsterdam auseinandersetzen, was mit 5:1 erstaunlich gut gelang. Danach konnten wir das Tor von Baracuda mit zwei weiteren Pucks fuettern ohne ihnen die Moeglichkeit eines Gegentreffers zu gewaehren. Waehrend der folgenden 20 Minuten durften wir den letzten beiden Spielen sehr gelassen entgegen sehen, auch wenn wir alle schon ettliche Kratzer und Striemen abbekommen hatten - eine wirklich merkwuerdige Erfahrung, an die man sich durchaus gewoehnen koennte. Njord haben wir im zweiten Anlauf 5:0 abgefertigt. Da half es auch nicht mehr, dass man einen Pass von Jan zu mir 50 cm vor dem Tor mit der Hand aufgefangen hat. Das Spiel gegen Amsterdam zeigte dann leider schon einige Ermuedungserscheinungen, aber ein 2:1 Sieg war mehr als Hinreichend und immerhin hatten wir fast doppelt soviele Spiele bestritten wie die Amsterdammer und die meisten anderen Teams. Die Siegerehrung fand im etwas enfernt gelegenen Clubhaus von Baracuda statt , einem ehemaligen Bunker der V2 Abschussanlage aus dem Krieg, den der Club zur Zeit noch von der Stadt fuer ein Euro pro Jahr mieten kann. Die Musik war gut und das Essen deutlich vertrauenerweckender als das Lubljanagulasch. Muss ich noch sagen, dass unsere Stimmung klasse war? Immerhin hatten wir den B-Pool aufgemischt und waren gegenueber Hilversum nur durch ein schlechteres Torverhaeltnis im Rueckstand. Zweiter Platz und ein Puck-Pokal fuer M-Gi-Mixed im 51. Baracuda Cup (die haben tatsaechlich 1953 angefangen, als Unterwassehockey noch ein feuchtes Kueken war). Nach einigen Taenzchen mussten sich Uta, Jan und Claudia auf den Rueckweg nach Krefeld machen. Victor hat fuer mich noch eine Uebernachtungsmoeglichkeit in Leiden organisiert. So bin ich also mit dem groessten Teil des Team Piranha nach Leiden gefahren, wo wir um 1:00 angekommen sind und sofort in eine Kneipe gegangen sind. Unter ettlichen Lenins in einem schummrigen Gaesschen wurde um 2:00 die letzte Runde eingeleutet (wie in England nur vier Stunden spaeter) und um 3:00 hat man uns freundlich hinauskomplimentiert. Eine halbe Stunde spaeter waren wir in einem huebschen etwas heruntergekommenen Haus aus dem fruehen 19. Jahrhundert, in welchem 14 Studenten hausen, darunter Michael vom Team Baracuda, dessen kleiner Bruder in der Nationalmannschaft flickt. Zwei Enschedeernhaben sich noch auf den Weg nach Hause gemacht, der Rest blieb. Um 4:30 haben wir zum dritten Mal beschlossen ins Bett zu gehen und im Gegensatz zu den meisten anderen habe ich diesen Entschluss auch in die Tat umgesetzt. Ebenso Paulina, die mich gefahren hatte. Als ich aufwachte, herrschte noch tiefe Stille, denn alle anderen schliefen endlich. Ich hab mich also leise aus dem Haus geschlichen und zum Bahnhof begeben, wo ich um 10:01 sofort einen Zug nach Haarlem erwischt habe. Hier bin ich nun und habe einen ersten schoenen Tag verbracht. Ausserdem habe ich eine Einladung fuer Sonntag zu dem UWH-Turnier in Enschede. Es wuerde, so wurde mir versichert, sich bestimmt ein Team finden, bei dem ich mitspielen koennte.

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